Abschied vom eleganten Gleiter

21. November 2021

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Der EHC Kloten trauert um Walter “Tige” Wipf, der im 86. Altersjahr verstorben ist.

Kaum einer ist direkter mit der Geschichte des EHC Kloten verbunden als “Tige” Wipf. Er wurde am 2. Januar 1935, wenige Wochen nach der Gründung des Klubs, geboren. Er nahm von 1954 bis 1967 als Spieler eine wichtige Rolle im Verein ein. Er stand in der Mannschaft, die 1961/62 den Aufstieg schaffte und die in der Saison 1966/67 überraschend den Titel holte. Der Nationalverteidiger schoss auf dem Weg zu diesem Triumph vier Tore. Er war in jener Saison der “Leithammel” der Buben. Er hat in 178 Partien für Kloten 85 Tore erzielt.

Nach dem Titel verliess er Kloten, er arbeitete als Spielertrainer in Zug, nachher in Zug, Dübendorf, Herisau und Wallisellen. Die Zuger führte er in die 1. Liga. Bedenken hatte es vor seiner Verpflichtung im katholischen Kanton nur gegeben, weil er reformiert war. In den Annalen des EVZ ist Tige Wipf als erster Toptransfer verewigt.

In Kloten ist Tige nicht nur wegen seiner Erfolge bekannt. Er ist der Mann, der quasi allen, die einmal im Eishockey etwas erreichten, das Schlittschuhlaufen beigebracht hat. Bereits 1962 begann er damit, die Schüler zu unterrichten. “Übersetzen, rückwärts”, hiess es da. In Fige Hollensteins Hockeyschule war er für die Lauftechnik mit Stock verantwortlich. Auch als über 80-Jähriger zeigte er noch, wie es geht: “Ich renne nicht auf dem Eis, ich gleite. Und wer richtig gleitet, ist schneller und wird weniger müde.”

Die EHC-Familie hat ein grosses und prägendes Mitglied verloren. Der EHC Kloten spricht den Hinterbliebenen sein aufrichtiges Beileid aus.

Ein ernüchternder Abend

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Wir kommen nach der Pause einfach nicht ins Rollen. Zwei Tage nach dem2:4 in Sierre folgte die nächste Niederlage: In Zug setzte es gegen die EVZ Academy ein 1:2 ab. “Wir haben gekriegt, was wir verdient haben”, sagte Jeff Tomlinson. “Und der Gegner hat ebenfalls gekriegt, was er verdient hat.”

Damit ist klar: Der Coach konnte mit dem Gezeigten überhaupt nicht zufrieden sein. “Wir waren arrogant”, wählte er klare Worte. “Wir müssen in jedem Match die Mannschaft sein, die härter arbeitet als die andere. Hier aber haben wir dem Gegner das Gefühl gegeben, dass er eine Chance hat, uns zu schlagen.” Und die Zuger hatten keinen Grund, nicht daran zu glauben.

Eine kurze Hoffnung

Eric Faille brachte mit seinem 13. Saisontor im Schlussabschnitt die Hoffnung auf einen Punktgewinn zurück. Doch das 1:1 hielt nur gerade 48 Sekunden, dann traf ausgerechnet Marc Marchons Bruder Joel für die Zuger. Und diesen zweiten Rückstand konnten wir in den letzten Minuten nicht mehr wett machen, fast drei Minuten versuchten wir es ohne Goalie, zwei Minuten davon waren wir mit 6:4 Feldspieler unterwegs. Es brachte nichts.

In nun 13 Partien gegen die Academy haben wir die zweite Niederlage bezogen, die erste war auch ein 1:2, und zwar am 3. Januar 2019. Aber noch kein einziges Mal haben wir in Zug wirklich gut gespielt. Gestern liefen wir viel zu wenig, die Pässe kamen nicht an, die Zweikämpfe gingen viel zu oft an die Gegner. Ein typisches Zeichen dafür war, dass die Zuger noch immer keine einzige Strafe gefasst hatten, als wir bereits ins fünfte Unterzahlspiel gingen (35.).

Wenn 2 bis 3 Prozent fehlen

“Das erste Drittel war das schlimmste”, fasste Tomlinson zusammen. “Nachher haben wir es versucht, es ging ein bisschen besser. Aber wenn 2 bis 3 Prozent fehlen, dann reicht das halt nicht.”

Unsere Führung hat einen Spielfeldprotest eingereicht, der wohl kaum etwas bringen wird. Denn beim 1:0 der Zuger in Überzahl (nach 11:14) sieht man im Video einen klaren Stockschlag gegen Goalie Dominic Nyffeler, der deshalb den Puck aus der Fanghand verliert und Stehli die Scheibe dann einschieben kann. Die Referees wollten das auf der Hintertorkamera kontrollieren, aber da kam der Bescheid: Sorry, Wackelkontakt, wir können nichts sehen … Nachher funktionierte die Kamera dann wieder. Zu der “Panne” passte, dass später bei einer Zuger Strafe trotz Spielunterbruch die Uhr nicht gestoppt wurde, sondern versucht wurde, noch einige Sekunden herauszuschinden.

Am Sonntag um 15.00 Uhr geht es weiter mit Teil II dieser Trilogie, die so ernüchternd begonnen hat. “Das erste Drittel gewinnen”, ist das Ziel von Tomlinson.

Roland Jauch/EHC Kloten

Kadernews vom 19. November 2021

EHC Kloten vs HCB Ticino Rockets Marcel Kaul szenemagazin 002

Aufgrund von Verletzungen bei Genf-Servette wird Sandro Zurkirchen dieses Wochenende für die Genfer im Einsatz stehen. Dies erfolgt mittels B-Lizenz.

Die Abmachung gilt nur für die Spiele heute Abend und morgen. Bereits nächste Woche steht der 31-jährige wieder für den EHC Kloten auf dem Eis.

Ohne Umweg zurück in die Normalspur

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Und auf geht es zum ersten Teil der Academy-Trilogie: Heute um 19.45 in der Bossard Arena erfolgt der Anpfiff zum ersten von drei Matches in Folge gegen das Zuger Farmteam. In dem kann es für unser Team nur heissen: Zurück in die Normalspur. Denn die 2:4-Niederlage in Sierre kam doch ein bisschen gar unerwartet.

2:0 nach 22 Minuten – es sah alles gut aus für uns. Doch wer so denkt, der hat dann schnell mal ein Problem. Er ist zum Beispiel beim Auswerten der Chancen nicht mehr ganz so konzentriert. Und Gleiches gilt für die Abwehrarbeit. Unsere Spieler müssen ohne Umweg wieder zurück zu den Leistungen kommen, die sie vor der langen Pause auszeichnete. 60 Minuten lang an System und Konsequenz festhalten.

Sierre ist das einzige Team, gegen das wir diese Saison noch nie gewonnen haben (!), das Zuger Farmteam der einzige Gegner, auf den wir in dieser Saison noch nicht getroffen sind. Die Academy hatte einen wenig erfreulichen Start in die Meisterschaft, doch sie hat sich zuletzt mit vier Siegen in Folge an Winterthur vorbei auf Platz 10 gekämpft. Die Erfolge verdienen durchaus Ausrufezeichen: Es waren nämlich zwei Verlängerungssiege über Langenthal (away) und Thurgau (home) sowie ein 3:2 über Visp und ein 6:4 in La Chaux-de-Fonds!

Die Fortsetzung der Academy-Trilogie: Am Sonntag (15.00) in der stimo arena, am Mittwoch wieder auswärts.

Roland Jauch/EHC Kloten

Spielerverabschiedung & Information zum Testcenter

HG

Betrieb Testcenter wird per sofort eingestellt

Aufgrund zu geringer Nachfrage hat sich der EHC Kloten dazu entschieden, das eigene Testcenter an Spieltagen nicht mehr zu betreiben. Bereits ab Sonntag, 21.11.2021 wird es beim Zentrum Schluefweg kein Testcenter mehr geben.

Spielerverabschiedung am 26.11.2021

Am Heimspiel vom 26.11.2021 verabschieden wir uns von drei Spielern der EHC Kloten Familie: Romano Lemm, René Back und Fabian Sutter. Seid um 19.30 Uhr in der stimo arena, wenn ihr nichts verpassen wollt.

Wir freuen uns auf euch!