Vom 2:0 ins Ende der Serie

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2:0 führten wir nach Toren von Kindschi und Spiller in Sierre, gespielt waren knapp 22 Minuten. Doch am Ende stand nicht unser 13. Erfolg in Serie, sondern mit 2:4 (1:0, 1:1, 0:3) die erste Niederlage seit dem 25. September und dem 2:3 nach Penaltyschiessen gegen eben dieses Sierre.

Dabei hatte alles so gut begonnen. Wir starteten stark. Kurz vor Ende des ersten Drittels tanzte Robin Figren, legte einen Richtungswechsel nach dem andern hin. Und passte schliesslich quer zu Simon Kindschi. Der traf mit einer Direktabnahme 13 Sekunden vor der ersten Pause. Wieder einmal hatte unser 1. Block zugeschlagen. Und beinahe hätte er das nach nur acht Sekunden des 2. Drittels erneut, Marchon scheiterte aber an Giovannini. Nach 21:57 war der Druck für Sierres Defensive indes zu gross, Schreiber, Altorfer und Spiller setzten sich in Zweikämpfen durch – und am Schluss traf Spiller (5. Saisontor). Schreiber holte bereits seinen vierten Scorerpunkt.

Doch dann verschob ein verlorener Stock von David Reinbacher das Gewicht im Spiel. Die Situation nützte Bonvin zum 1:2 aus (27.). Und von da an war Sierre die gefährliche Mannschaft, die die Walliser sein können. Zudem trafen wir einige Entscheidungen, die nicht gerade glücklich waren. Knellwolf vergab in einem Konter das beruhigende 3:1. Dann kam das 2:2 durch Dolana, es schien wie im ersten Duell eine Verlängerung zu geben. Doch nach 56:57 lag der Puck in unserem Tor. Die Schiedsrichter schauten lange nach, aber der Treffer von Maxim Montandon war korrekt erzielt. Das 2:4 ins leere Tor war die unnötige Zugabe.

“Sie haben die Zweikämpfe vor dem Tor gewonnen”, sagte unser Coach Jeff Tomlinson. “Sie spielten ein einfaches und gradliniges Eishockey.” Und bei jedem Goal – ausser dem letzten – war Sierre im Slot stärker. “Wir waren nicht gut genug, diese Situationen zu verteidigen”, bemängelte Tomlinson. “Wir hatten früh im Spiel viele Chancen, später weniger.”

Gählers Doppelrolle

Mit den verletzten Centern (Simek, Melnalksnis, Meyer) hatten wir ein Problem auf der Mittelstürmer-Position, die Coach Jeff Tomlinson so löste: Jorden Gähler wurde als Center zwischen Hinterkircher und Obrist nominiert. Im Überzahlspiel dagegen war Gähler wie gewohnt der Blueliner hinter der zweiten Formation. Unsere 45 hat ja einst seine Karriere als Center lanciert, sie dann aber früh abgebrochen. Erst als Verteidiger kehrte er wieder ins Spitzeneishockey zurück.

Sierre hatte für den Match – da die anderen Teams spielfrei waren - Verstärkung aus Lausanne geholt (Krakauskas, Bougro) und endlich wieder einmal vier Linien. Wie immer im Wallis unterstützten die Zuschauer ihr Team lautstark und amteten als fünfter Schiedsrichter. Foul hier und Foul da forderten sie - natürlich von unseren Spielern begangen. Einfach jedes Mal, wenn ein Sierre-Mann zu Boden ging. Am Ende aber waren die Walliser höchst zufrieden. Nach vier Niederlagen in Folge hatte ihr Team wieder einmal gewonnen.

Zug um Zug um Zug

Ja, und dann geht es am Freitag also los mit dem, was man während der Qualifikation wohl noch selten gesehen und erlebt hat. Die EVZ Academy ist der Gegner; aber nicht einmal, nicht zweimal – nein, dreimal hintereinander treffen wir auf die Zuger, die sich zuletzt mit Siegen über Thurgau und Langenthal vom letzten Platz weggearbeitet haben. Am Freitag spielen wir in Zug, am Sonntag in Kloten und dann am Mittwoch wieder in Zug. Zug um Zug um Zug also.

Roland Jauch/EHC Kloten

Auftakt zu 14 harten Tagen

17. November, 15.00 Uhr

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Die Pause ist vorbei. Hoffentlich hat unser Team sie gut dazu genützt, die Batterien aufzuladen. Denn die kommenden zwei Wochen werden Energie kosten: 7 Partien in 14 Tagen stehen an, 5 Matches davon auswärts! Den Auftakt macht heute (19.45) das Spiel in der kalten Halle zu Sierre. Für unseren Coach Jeff Tomlinson bringt das eine Premiere: In der Patinoire de Graben war er noch nie.

Der HC Sierre hat etwas erreicht, was diese Saison noch kein Team geschafft hat: Uns in der stimo arena zu schlagen. Am 25. September siegten die Walliser nach Penaltyschiessen 3:2. Seither aber haben wir nur noch gewonnen, zuhause und auswärts, 12 Mal in Folge. Ein nächster Sieg würde unseren eigenen Swiss-League-Rekord auf 13 Erfolge nacheinander erhöhen.

Nach langer Verletzungspause steht Patrick Obrist wieder im Team, Goalie Dominic Nyffeler ist ebenfalls fit, aber Sandro Zurkirchen wird nochmals beginnen. Dario Meyer, im Match gegen Visp hart gegen den Kopf gecheckt, ist schon wieder im Training dabei, er wird indessen noch geschont. Angeschlagen fehlen Richards Melnalksnis und Juraj Simek.

Bis zum Jahresende tragen wir noch 6 Heim- und 9 Auswärtsspiele aus. Der nächste Heimmatch steht am Sonntag (21. November) an, es ist der zweite in der “Trilogie” gegen die EVZ Academy. Gegen die Zuger spielen wir am Freitag auswärts, dann kommen sie am Sonntag eben zu uns – und am Mittwoch (24.) treten wir erneut in Zug an.

Roland Jauch/EHC Kloten

Das Dutzend voll machen

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Elf Siege hat unser EHC aneinandergereiht, elf Mal drei Punkte geholt. Ab dem 28. September mussten alle unsere Gegner das Eis als Verlierer verlassen. Heute gegen die Ticino Rockets können wir das Dutzend voll machen und den Rekord aus der Saison 2019/20 egalisieren. Damals gewannen wir vom 29. November 2019 bis zum 8. Januar 2020 zwölf Mal in Folge. Die Erfolgsserie wurde am 11. Januar 2020 mit der Overtime-Heimniederlage (2:3) gegen Ajoie beendet.

Gratis gibt’s gegen die Tessiner allerdings nichts. Das wissen wir aus der vergangenen Saison und speziell aus dem letzten Heimspiel gegen die “Raketen”. Wir verloren es am 6. Februar 2021 Jahres 2:5. Es ist eine Sache des Kopfes, der Mentalität. Wenn die Einstellung stimmt, dann sind wir das bessere Team. Das zeigten wir im ersten Saisonduell in Biasca, das wir 7:1 gewannen.

Der lange Anlauf zum Dreier

Die Tessiner mussten in dieser Saison einen langen Anlauf zum ersten Dreipunktesieg nehmen. Erst im 15. Match gelang das – mit einem 4:2 gegen die EVZ Academy. Im nächsten Spiel dafür siegten die “Rockets” in Küsnacht gegen die GCK Lions 4:2. Die Zürcher hatten die Gegner offensichtlich unterschätzt - nach einem 9:1-Sieg im ersten Saisonvergleich. Das soll uns eine Warnung sein.

Roland Jauch/EHC Kloten

Das Dutzend ist tatsächlich voll

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9:1 am Dienstag in Küsnacht, 9:1 (2:0, 3:1, 4:0) auch am Samstag im Heimspiel gegen die Ticino Rockets. Unser EHC zelebrierte seinen zwölften Sieg in Folge. Robin Figren erzielte drei Tore (und steht nun bei 13 Saisongoals), die weiteren Schützen waren Alexei Dostoinov (5. Saisontor), Andri Spiller (4. Goal), Harrison Schreiber (2. Goal), Marc Marchon (13. Saisontreffer), Steve Kellenberger (2.) und Simon Kindschi (3.)

Die erste Serie von 12 Siegen in Folge in der Swiss League erreichten wir zwischen dem 29. November 2019 und dem 8. Januar 2020. Es begann mit einem 5:0 in Visp, der letzte Erfolg (am 8.) war ein 8:1 in Sierre. Am 11. Januar nahm die Serie mit der Overtime-Niederlage gegen Ajoie (2:3) ihr Ende. Die Egalisierung, die am Samstag Tatsache wurde, erfolgte vom 28. September 2021 (als wir 3:0 gegen Langenthal gewannen) bis zum 6. November (mit dem 9:1 gegen die Rockets). 36 Punkte mit dem Torverhältnis von 62:11 sind absolut stark. Im Schnitt siegten wir in den 12 Partien 5,16:0,91. Das kann sich sehen lassen. Und die 4078 Zuschauer freuten sich: Neun Tore sind ihnen von unserem Team schon lange nicht mehr serviert worden.

Den Versuch, den Rekord auf die bisher unerreichte Zahl von 13 Erfolgen nacheinander zu erhöhen, können wir erst in eineinhalb Wochen unternehmen. Der nächste Match steht erst am 17. November in Sierre an.

“Viel offensive Power”

Auf dem Weg zum 9:1 gab es eine Überraschung: Der erst 18-jährige Goalie Nils Riesen übernahm im letzten Drittel für Sandro Zurkirchen. “Ich bin sonst kein Fan von solchen Sachen, aber ich wollte ihn ein bisschen Luft schnuppern lassen”, sagte Jeff Tomlinson zur Premiere des jungen Mannes.

Aus seiner Sicht hat der Gegner kein gutes Spiel gemacht, und das hat sich auf die Leistung seines Teams ausgewirkt. “Da ist es nicht leicht, die Intensität hochzuhalten. Aber wir haben vieles richtig gemacht. Zweimal 9:1 gewonnen, das belegt, über wie viel offensive Power wir verfügen.” Tomlinson fügt an: “Vielleicht bin ich jetzt zu kritisch, aber wir müssen uns im defensiven Bereich verbessern, noch mehr die richtige Art und Weise finden, wie wir spielen sollten. Aber wir sind erst im November, wir haben noch keine fertige Mannschaft.”

Die Ruhe vor dem Sturm

Am Sonntag ist das Team beim National-Team-Day engagiert, am Montag hat es frei, dann folgen vier Tage Training und ein freies Wochenende. “Einen Teil wollen wir zur Regeneration nützen. Aber es gilt auch, noch eine Schippe draufzulegen in Sachen Fitness. Wir werden einige harte Trainings haben. Es folgt denn auch ein happiges Programm: 7 Partien stehen innert 14 Tagen an. Es beginnt mit dem Match in Sierre (17. November), dann folgt ein Trio gegen die EVZ Academy, am 19. und 24. Auswärts, am 21. in der stimo arena.

Mit Meyer geht es aufwärts

Nach diesen eineinhalb Wochen kann Tomlinson wieder auf einige Spieler mehr zählen. Patrick Obrist wird definitiv wieder dabei sein. Und Dario Meyer, der Ende Oktober gegen Visp ausgefallen ist, sei auf gutem Weg zurück, sagt Tomlinson. “Läuft alles normal, ist er in eineinhalb Wochen auch wieder dabei.”

Roland Jauch/EHC Kloten

Chloote FLASH Nr. 4

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Die meisten von euch kennen den Chloote Flash bereits von letzter Saison. Der Fächer ist breit und sieht Beiträge vor wie Berufsbilder beim EHC, Einblick in die Nachwuchsarbeit, Sponsorenporträts, Spieler privat, etc. Die Feedbacks nach den ersten zwei Ausgaben haben uns bestärkt, in dieser Saison mehrere Ausgaben zu realisieren. Jetzt ist die vierte Ausgabe da! Der Chloote FLASH erscheint nur als digitale Version.

Den 4. Chloote FLASH findet ihr hier.

Die aktuellen Themen:
- Unsere Goalies Privat
- Unser Materialwart, Martin Keller, im Interview
- Nachwuchs
- Natiaufgebote