Das war nicht top

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Wir holen im Heimspiel gegen einen reduzierten, aber kampfstarken HC Sierre nur einen Punkt und verlieren nach Penaltyschiessen 2:3 (0:0, 2:2, 0:0).

Vierter Sieg in Folge für unseren EHC oder vierte Niederlage de suite für den HC Sierre hiess die Frage vor unserem dritten Heimspiel. Die Antwort: Wir verloren zum ersten Mal in dieser Saison ein Heimspiel. Das war für so manchen Fan und Spieler eine Ernüchterung. Nur ein Punkt ist zu wenig gegen diesen Gegner. Zwei hätten es wenigstens im Penaltyschiessen werden können. Doch weder Spiller, Faille, Altorfer noch Randegger trafen gegen Giovannini, für Sierre verwerteten Castonguay und Beauregard.

“Der Abend ist nicht so ausgefallen, wie sich manche erhofft haben”, sagte Assistenztrainer Fabian Sutter. Er vermisste in unserem Spiel die Emotionen, die Spritzigkeit und manchmal auch den Biss. “Wenn man sieht, wie der Gegner spielt, erwarten wir schon, dass unsere Leute nach 20 Minuten eine Lösung finden.”

Sierre, das auf einige Spieler verzichten musste, suchte sein Glück im Spiel mit nur drei Linien. Und – so nennt man das im Jargon – parkierte seinen Bus vor dem eigenen Tor. Was nichts anderes bedeutet, als dass die Walliser versuchten, einen Riegel oder eine Mauer vor ihrem Goalie Remo Giovannini aufzubauen. Und das ging lange gut. Ja, mehr als das: Zweimal gingen die Walliser in Führung. Einmal profitieren sie von einem Schlittschuh-Abpraller unserer Defensive, einmal verwerteten sie im Powerplay.

21 und 42 Sekunden

Immer dann, wenn wir in Rückstand gerieten, hatten wir die besten Phasen. Dann machten unsere Stürmer das, was man gegen ein Team tun muss, das sich dermassen verbarrikadiert: Sie sorgten für Verkehr vor dem Goalie. Giovannini sah nichts, als Meyer zum 1:1 einschoss. Und er sah nichts, als Gähler das 2:2 erzielte. Meyers Tor kam nur 21 Sekunden nach dem 0:1, Gählers Treffer fiel 42 Sekunden nach dem 1:2.

“Die Reaktion auf die Gegentore war gut, aber nachher kam wieder wenig”, urteilte Sutter. Die offensiven Zahnräder, dass musste auch er sagen, greifen noch nicht. “Der Zug zum Tor, die Geradlinigkeit gingen uns ab”, gestand Sutter offen. Dass wir nur ein Powerplay spielen konnten, zeigt das auch auf.”

Ab und zu versuchte ein einzelner etwas – doch gemeinsam gelang zu wenig. Die Pässe waren ungenau, das Tempo zu wenig hoch – weil man sich vom Gegner bremsen liess. Was man Positives aus diesem Abend ziehen kann: Die Defensive sah ziemlich gut aus, und Goalie Sandro Zurkirchen zeigte eine starke Leistung. Aber im Spiel nach vorne blieben wir zu oft an den Banden draussen.

Nun kommt Langenthal

Am Dienstag kommt ein Topteam der Swiss League nach Kloten. Der SC Langenthal verlor am Samstag zum ersten Mal in dieser Saison. Im Derby gegen Olten setzte es eine 0:2-Heimniederlage ab. Unsere Mannschaft kann und muss mehr bringen.

Roland Jauch/EHC Kloten