Faille fand eine Antwort

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Nach zwei Wochen Corona-Pause fanden wir über Umwege ins Spiel und im ersten Match des Jahres 2022 zum ersten Sieg. 3:4 lagen wir gegen die GCK Lions nach 40 Minuten zurück, Eric Faille führte danach mit zwei Assists und einem Tor das Team zum 6:5 (3:1, 0:3, 3:1).

Es passte alles. Die Linie mit Dario Meyer, Niki Altorfer und Marc Marchon “spielte so, wie wir das geübt hatten”, sagte Meyer - und jeder von ihnen traf im ersten Drittel. 3:1 stand es nach 20 effizienten Minuten.

Doch dann geriet das zweite Drittel daneben. 8:12 Torschüsse aus unserer Sicht belegen es. Und unsere Defensivarbeit war nicht gerade das, was man konsequent nennt. Beim 3:2 durch Bächler schauten fast alle zu, beim 3:3 in Unterzahl war die Box nicht mehr kompakt, und beim 3:4 schafften wir es einfach nicht, die Scheibe aus dem Drittel zu bringen (oder wenigstens die Leute vor dem Tor aus dem Spiel zu nehmen). “Wir haben komplett den Faden verloren”, urteilte Meyer. “Teilweise waren es Fehler des gesamten Blockes, teilweise individuelle.

Die Lions hatten nach 20 Minuten ihren Goalie Jeffrey Meier durch Robin Zumbühl ersetzt, als Zeichen, dass sie sich noch nicht geschlagen geben. Sie waren das bessere Team. Wir hatten nach dem 3:3 zwei Chancen (Reinbacher, Figren), die Faille auflegte, aber sonst nicht viel mehr.

Die Auftritte von Faille und Kindschi

Dann aber kamen die Auftritte von Eric Faille und Captain Kindschi. Der Kanadier legte bei einer angezeigten Strafe gegen die Lions auf Kindschi, der hämmerte den Puck zu seinem siebten Saisontor und zum Ausgleich ins Netz. Zweieinhalb Minuten später schickte Kindschi Faille los, der sich auf der rechten Seite unwiderstehlich durchsetzte und Mattia Hinterkircher bediente – 5:4. Und dann krönte Faille seine Leistung mit dem Powerplaytor zum 6:4 (52.). Damit steht er nun bei 49 Skorerpunkten, er hat gleich viele wie Oltens Kanadier Knelsen.

Den Lions gelang noch ein Treffer in der letzten Minute durch Hayes. Erst einmal in dieser Saison haben wir aus dem Spiel heraus mehr Gegentore einkassiert, das war beim Start im September in La Chaux-de-Fonds (2:6-Niederlage). “Das darf einfach nicht passieren, fünf Gegentore, und das in einem Heimspiel”, ärgerte sich Meyer, der bei 16 Saisontoren steht. Vor dem letzten Drittel hatte unser Team in der Garderobe einiges zu besprechen – und auch nach dem Match mit dem glücklichen Ende.

Zum vierten Mal Winterthur

Bereits am Samstag geht es mit dem nächsten Heimspiel weiter, Winterthur ist der Gast. Wie gegen die GCK Lions treten wir zum vierten Mal gegen den EHCW an, das letzte Heimspiel endete mit einem 2:1-Sieg. Das Young-Flyers-Spiel sollte vor deutlich mehr Zuschauern stattfinden als der Match gegen die GCK Lions (2885 Besucher).

Kloten – GCK Lions 6:5 (3:1, 0:3, 3:1)

Stimo arena. - 2885vZuschauer. - SR Weber, Unterfinger; Gurtner/Humair. - Tore: 2. (1:01) Altorfer (Marchen, Meyer) 1:0. 5. Meyer (Marchon) 2:0. 15. Meier (Aeschlimann, Hayes; Strafe Seiler) 2:1. 20. Marchon (Meyer, Obrist) 3:1. 23. Bächler 3:2. 33. Casutt (Graf; Strafe Seiler) 3:3. 36. Aeschlimann (Küng) 3:4. 44. Kindschi (Faille; Strafe angezeigt) 4:4. 46. Hintekircher (Faille) 5:4. 52. Faille (Kindschi; Strafe Küng) 6:4. 60. Hayes 6:5 (GCK ohne Goalie). - Strafen: Je 4-mal 2 Minuten.

Kloten: Zurkirchen; Ganz, Kindschi; Reinbacher, Kellenberger; Gähler, Steiner; Randegger, Seiler; Figren, Faille, Dostoinov; Altorfer, Meyer, Marchon; Schreiber, Lindemann, Spiller; Obrist, Ness, Hinterkircher.

GCK Lions: Jeffrey Meier (21. Zumbühl); Braun, Büsser; Landolt, Noah Meier; Burger, Capaul; Falus; Marchand, Schlagenhauf, Casutt; Hayes, Aeschlimann, Küng; Graf, Bächler, Riedi; Berri, Suter, Truog; Böhler.

Bemerkungen: Kloten ohne Simek, Stämpfli, Janett, Melnalksnis (überzählig), Nyffeler, Knellwolf, Bartholet (Genf, resp. Ajoie); GCK ohne Backman (gesperrt).